Charleys Tante

Theater und Komödie am Kurfürstendamm
2004

Besetzung:
Babberley: Markus Majowski
Jack: Gerd Lukas Storzer
Charley: Nikolaus Kühn
Brassett: Uli Krohm
Spettigue: Günter Schubert
Chesney: Peer Jäger
Kitty: Anke Rähm
Amy: Isabel Arlt
Donna Lucia: Peggy Lukac
Ela: Emily Behr

Regie:
Folke Braband

Ausstattung:
Stephan Dietrich

Pressestimmen »

mehr zum Stück | Fotos | « zurück zur Übersicht

Charleys Tante
Komödie von Brandon Thomas. Neu übersetzt und bearbeitet von Axel Bauer.

Oxford, die alte Universitätsstadt in Oxfordshire, im Jahre 1892. Gemächlich plätschert das englische Landleben in dieser puritanisch-viktorianischen Zeit dahin.

Jack und Charley sind zwei ganz normale Studenten in Oxford. Sie sind jung, stammen aus guten Familien, haben einen Butler, dafür aber nie Geld. Dazu sind sie noch unsterblich verliebt. Alles könnte so schön sein, wenn sie nur endlich ihre beiden Angebeteten treffen könnten, ohne damit die Regeln des Anstands zu verletzen. Die Zeit drängt, denn schon am nächsten Tag sollen die jungen Damen nach Schottland abreisen.

Da erhält Charley ein Telegramm aus Brasilien: Seine Tante aus Rio kündigt ihren Besuch an. Gesehen hat Charley die Dame noch nie, aber sie soll reich sein und einen Erben suchen. Schnell entsteht ein Plan: Die beiden Mädchen werden eine Einladung sicher annehmen, wenn auch die Tante erscheint. Doch statt der Tante trifft ein weiteres Telegramm ein. Sie will ihre Ankunft um einige Tage verschieben. Kurzerhand überredet man einen Freund, Lord Francourt Babberley genannt Babbs, in die Rolle der Tante zu schlüpfen. Im eleganten Kleid empfängt er die beiden jungen Damen und damit beginnt auch schon das Chaos: Jacks Vater Sir Francis Chesney, ein alter Offizier, kommt unangemeldet zu Besuch und Mr. Spettigue, unter dessen Aufsicht die beiden Mädchen stehen, platzt ebenfalls herein.

So sieht sich Babberley als Tante plötzlich von zwei Männern umschwärmt. In diesem Trubel behält nur der Butler Brassett noch einen kühlen Kopf. Und dann taucht die Tante doch noch leibhaftig auf.

P.S.: Kurz nach dem 1. Weltkrieg wurde in London ein Club gegründet, dem nur Schauspieler angehören durften, die schon eine Rolle in »Charleys Tante« gespielt hatten. Der Club hatte 1000 Mitglieder.
(Berliner Zeitung, 27.02.2004)